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Bauernhof Wilhelm Bo(h)mert
von Hilbert Mletzke

Auf einer Karte der Bürgermeisterei Herne aus dem Jahre 1823 befand sich der Hof Bo(h)mert am südlichen Ende der Cranger Heide, in der Flur II genannt “Wanne“. Unweit in südlicher Richtung lag der Hof des Bauern Knop, der seine Länderein später an die königlich-preußische Eisenbahn verkaufte, die hier dann den Grundstock für den späteren Wanne-Eickeler Hauptbahnhof legte. Nördlich grenzte er an den Hof Dudel, der nächste östliche Nachbar war der Bauer Scharpwinkel, in westlicher Richtung etwas weiter weg, stand das „Schloß“ Hörstchen.

Übertragen auf die späteren Gegebenheiten erstreckten sich die Bo(h)mertschen Länderein ungefähr nördlich längs der OW III, der heutigen Berliner Straße bis zum Bereich der Heidstraße in östlicher Richtung und westlich bis hin zur Schwerinstraße, heute Rathausstraße.




Auszug aus der Urkatasterkarte, angefertigt von Geometer Krause am 10. Juli 1823.

Der Bauernhof Wilhelm Bo(h)mert lag an der Moltkestraße 47, heute Claudiusstraße. Seit 1926 war er der Fuhrpark der neuen Stadt Wanne-Eickel. Der Blick auf den Hof ist etwa aus der Richtung des heutigen Einganges zum Friedhof an der Post. Seinerzeit befand sich der Eingang noch auf der Friedhofstraße in Nähe der Hauptpost. Zu sehen ist der westliche Teil des Schweinemarktes, der seit 1906 vom ehemaligen Amt Wanne hier eingerichtet wurde. Vor dem bäuerlichen Anwesen präsentiert sich die Belegschaft des Fuhrparks. Teilweise schon motorisiert, überwiegend aber noch mit „einem oder zwei PS“ ausgerüstet.




Auszug aus der Karte des Kreises Gelsenkirchen angefertigt im Jahre 1902.

Links im Hintergrund der Innenbereich des Hofes mit den mächtigen Kastanien. Hier befanden sich auch die Remisen und Stallungen, die zur Unterkunft für Pferd und Wagen und sonstiger Ausrüstung dienten. Ganz im Hintergrund links, westlich des Hofes, verläuft die Schwerinstraße, die heutige Rathausstraße. Hier das Teilstück zwischen Moltke- (Claudiusstraße) und Hermannstraße. Als einziges steht dort noch im original und gut restauriert, das Haus Nummer 29. Rechts im Hintergrund, nördlich des Hofes, verlief parallel zum Schweinemarkt die spätere Trasse der Elsa-Brandström-Straße.  




Das Bauernhaus von Wilhelm Bo(h)mert, bis 1963 Fuhrpark Wanne-Eickel.

   
  Wanne-Eickeler Jungs zeigen Wanne-Eickel