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1. April 1926 – 1. April 2001
75 Jahre Wanne-Eickel – Eine Stadt feiert Geburtstag
Wanne-Eickel feiert und alle feiern mit

Ein Dreigestirn organisierte die Feier zum 75jährigen Jubiläum der Stadtwerdung Wanne-Eickels. Die Stadtverwaltung Herne, die Werbegemeinschaft Wanne-Mitte, die an diesem Tag Ihr Frühlingsfest mit verkaufsoffenen Sonntag feierte und die Firma Graf´s Reisen, die zu einem Tag der offenen Tür auf ihr Firmengelände in Röhlinghausen einlud.

Am besagten 1. April begannen die Feierlichkeiten in der Wanner Innenstadt um 11 Uhr. Die Tradition machte den Anfang und so fuhren die Wanne-Eickeler Knappen zu einer Bergparade auf. Der Bergbau war für Wanne-Eickel, wie für das gesamte Ruhrgebiet, einer der Gründe für den rasanten Wirtschaftsboom in der Vergangenheit.



Um 11.30 spielte das Orchester der Zeche Consolidation ein Platzkonzert. Damit läutete das Ensemble die Ankunft der Bezirksvorsteher Martin Kortmann (Wanne) und Horst Paulus (Eickel) ein. Diese kamen, dem Fest entsprechend, mit einem Feuerwehr-Oldie, mit Wanne-Eickeler Kennzeichen, zur Veranstaltung. Die beiden Kommunalpolitiker eröffneten dann gegen 12 Uhr das Festprogramm , welches von der Kulturszene Wanne-Eickels bestritten wurde.



Durch den Tag am Buschmannshof führte Frank J. Weigelt, Leiter vom Orchester Herne 62. Bereits der Beginn hatte ein Highlight zu bieten. Die Gospel Combo Herne besang mit dem Starlight-Express-Künstler Darren Lee Fraizer den „Mond von Wanne-Eickel“. Diese moderne Form des Friedel Hensch-Hits konnte sich hören lassen und fand unter den Zuschauern grossen Anklang.



Gegen 13.00 Uhr präsentierten Jugendliche türkische Folklore. Dieser Auftritt war nicht nur schön anzuhören, sondern verdeutlichte auch, dass Wanne-Eickel als multikulturell zu bezeichnen sei. Gerade im Bergbau wurden in den 60er Jahren viele Arbeiter z.B. aus der Türkei, aus Spanien und Italien beschäftigt.



Die mittlerweile dritte Generation, die in Wanne-Eickel wohnt, ist auch ein Teil der Gemeinsamkeit in Wanne-Eickel. „Ja kommße nach Wanne-Eickel“ sang dann der Mann, der seine Heimatverbundenheit auch musikalisch zeigt.

Willi Karasch, ein Wanne-Eickeler durch und durch aus der Karlstrasse, begeisterte die Menschen vor der Bühne am Buschmannshof. Lieder wie „Wanne-Eickel und ich“ oder „Der Kohlenpottcountry“ gingen einfach ins Ohr. Nach seiner viertelstündigen Darbietung verabschiedete sich Willi unter viel Applaus von seinem Publikum.



Nach dem Sänger mit der Klampfe, folgten dann die schnellen und akrobatischen Tanzeinlagen des Ruhrpott-Battle-Teams. Die Kinder und Jugendlichen legten sich wirklich ins Zeug und bewiesen ihr Können.

Wie jede grosse Stadt, hat auch Wanne-Eickel seine Comedians. "Der Telök", das sympathische Duo von nebenan, präsentierte das Beste aus den 10 Jahren ihres Daseins. „Leckerchen“, ihr aktuelles Programm, brachte so manchen Schenkelklopfer und Lacher hervor. Allerdings musste man echt Mitleid mit Dirk haben. Das Essen roher Ravioli aus der Dose ist wohl nicht jedermanns Geschmack. „Und er aß und aß und aß“.



Danach folgte das Orchester der Firma Heitkamp, die traditionsreiche Musikergruppe des hiesigen Bauunternehmens präsentierte Big-Band-Musik vom Feinsten.

Um 16.00 Uhr wurde der Buschmannshof zu einer Welt des Musicals. Die Jugendlichen der Gesangsgruppe der Jugendkunstschule demonstrierten ihr Talent und wurden mit reichlich Applaus und Lob überschüttet.



Das Programm der Band die gegen 17.00 Uhr folgte, lautete „Ich bin so schön wie der Mond von Wanne-Eickel“. Dieser Titel stand über den Darbietungen der Wanne- Eickeler Kultband Kroethe-Institut. Die Wanderung durch die Welt des Rock ´n´Rolls brachte so manchen harten Ton hervor und war für Freunde dieser Art der Musik eine Freude.



Gegen 18.30 Uhr betrat dann die Künstlerin die Bühne, die sich in der deutschen Musikbranche schon viele Jahre einen Namen gemacht hat. Andrea Jürgens, das Highlight der Feier, präsentierte 45 Minuten lang ihre Hits und ihr aktuelles Programm dem Publikum. Sichtlich gerührt von dem Empfang in ihrer Heimatstadt und mit etwas mehr Lampenfieber als sonst, schaffte Sie es die Zuschauer in ihren Bann zu ziehen.
Danach war der Festakt zu Ende. Weiter gefeiert wurde natürlich trotzdem, entweder am Buschmannshof oder in den Kneipen entlang der Hauptstrasse.



Parallel zu den Feierlichkeiten am Buschmannshof wurde auch an der zweiten Bühne in Höhe der Hermannstrasse gefeiert. Die Hit-auf-Hit-Party entführte, mit Moderator Matthias Lutz, in die Welt des Schlagers.

Auch dabei, eine Wanne-Eickeler Institution, die Trixis. Die Tanz- und Gesangsgruppe ist weit über die Grenzen Wanne-Eickels bekannt und sehr beliebt. Auch nach gut dreißig Jahren sind die Choreographien des Trixi-Balletts eine Freude für jung und alt.

115 Jahre – eine lange Zeit!!! Ja, so lange gibt es ihn schon, den Männerchor MGV Lokomotive. So war es natürlich selbstverständlich, dass auch diese Vereinigung an der Hermannstrasse mit den Zuschauern feierte.



Für Junge und Junggebliebende sorgte die K2-Fun-Session auf dem Glückaufplatz für eine Menge Spass auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Ob Skate-, Kick- oder Snakeboard, alles konnte beim Sporthaus Kupfer und Seidel ausgeliehen werden. Auch die Freunde des Inline-Skatens kamen in den errichteten Strecken auf ihre Kosten. Dazu gab es natürlich die aktuellen Charts von vorne nach hinten und von links nach rechts. Eben immer in Aktion, genau wie es der Sport vorgibt. Die Tobedüse brachte auf dem Platz vor der Christuskirche vor allem den kleinen Besuchern viel Spass. Die Kiddies konnten spielen was das Zeug hielt. Zwischenzeitlich stellte das Kindertheater Pappmobil ihr Stück „Blümchen und Beule“ vor. Eine Riesengaudi für die ganze Familie.



Das Reiseunternehmen Anton Graf in Röhlinghausen nutzte dieses Wochenende für die Präsentation seiner fünfzig nagelneuen Reisebusse. Auf dem gesamten Firmengelände an der Edmund-Weber Strasse wurde kunterbunte Unterhaltung für die kleinen und grossen Gäste geboten. Die Fahrgeschäfte rundeten das Programm ab.



 Das Fest war ein voller Erfolg für die Bürger und die Ladenbesitzer in der Wanner Innenstadt. Die Geschäftsleute zogen eine positive Bilanz, da die Besucher nicht nur bummelten, sondern auch kauften. Überdies zeigte sich das Aprilwetter am Jubiläumstag sehr heiter und beständig.

Der 1. April 2001 war ein schöner Tag für Wanne-Eickel und für Herne.


Christian


   
  Wanne-Eickeler Jungs zeigen Wanne-Eickel